Juli 1975: Die Serienfreigabe für eine Legende

Am 15. Juli 1975 fiel im sowjetischen Industrieministerium eine Entscheidung, die Automobilgeschichte schreiben sollte: Der offizielle Auftrag zur Serienproduktion des neuen Geländewagens im Werk Togliatti wurde erteilt. Damit war der Weg frei für die Fertigung jenes Fahrzeugs, das später unter dem Namen Lada Niva weltweit bekannt werden sollte.
Mit der Freigabe begann eine intensive Vorbereitungsphase. Erste Vorserienfahrzeuge entstanden und wurden unter realen Bedingungen erprobt – auf Schotter, im Schlamm, im Schnee und auf langen Überlandstrecken. Jedes Detail wurde dokumentiert, kritisch hinterfragt und Schritt für Schritt verbessert. Parallel dazu liefen im Werk Togliatti die Vorbereitungen für die eigentliche Serienfertigung auf Hochtouren: Werkzeuge wurden gefertigt, Bänder eingerichtet, Mitarbeiter geschult.
Diese Phase zwischen Serienfreigabe und Produktionsstart gilt heute als ein entscheidender Abschnitt in der Niva-Geschichte. Hier wurden viele konstruktive Feinheiten finalisiert, die das Fahrzeug später so robust und alltagstauglich machten – vom permanenten Allradantrieb bis hin zur selbsttragenden Karosserie.
Der 15. Juli 1975 markiert damit weit mehr als einen formellen Verwaltungsakt: Es ist der Übergang vom Entwicklungsprojekt zum Serienauto – ein Datum, das Niva-Fans bis heute zu Recht in Erinnerung behalten.